Röderhof-Laden, natürlich gut einkaufen...

Bio kann mehr! - Newsletter 11/2017

Bio, wie wir es meinen, war schon immer mehr als nur der Verkauf guter Lebensmittel. Wir meinen: Bio kann mehr! In Zeiten von Klimawandel, Agrar- und Energiewende hat Bio Antworten auch zu ganz tagesaktuellen Fragen. Nicht alles davon kann im Gespräch bei Ihrem Bioladen-Einkauf angesprochen werden - deshalb trägt unser regelmässiger Newsletter für Sie zusammen, was wichtig ist.

 

Apfel, Nuss und Ingwer-Sahne


Apfelgenuss passend zur Jahreszeit / Foto (c)Fotolia

Das Lieblingsobst der Deutschen ist in diesem Jahr etwas teurer, denn die späten Fröste und viel Regen haben in vielen Obstgärten Schäden angerichtet. In Deutschland fiel die Ernte je nach Standort um 40 bis 75 Prozent geringer aus. Bioläden beziehen nach Möglichkeit Obst aus der Region, daher gibt es in diesem Jahr je nach Wetter größere regionale Unterschiede beim Angebot und bei den Preisen. Das sollte niemanden vom genussvollen Biss in den Bio-Apfel abhalten - und schon gar nicht von leckeren Herbst und Winterrezepten!

Mit Zimt und Vanille bringen Bratapfelund Äpfel im Schlafrockvorweihnachtlichen Duft in die Wohnung. Eine Apfeltarte kann einen grauen Novembertag versüßen, und ein Salat mit Apfelstückchen, geraspelten Möhren oder Rettich und Nüssen bringt den wichtigen Vitaminkick in der Schnupfennasenzeit. Von innen wärmt eine Möhren-Apfel-Suppe mit Ingwer-Vanille-Sahne. Die BIOSpitzenköchehaben auch ein paar ausgefallenere Apfel-Kreationen zusammengestellt, zum Beispiel eine Tortilla mit Apfelwürfeln, Kartoffelscheiben, spanischer Chorizo und Ei und ein Pastinaken-Apfel-Risotto mit Cranberrys und Rosmarin.

Im Bio-Fachgeschäft findet man eine größere Apfelvielfalt als im Supermarkt, zum Beispiel den knackigen, süß-säuerlichen Topaz und je nach Region Pinova, Idared, Boskoop, Rubinette, Ingrid Marie und Holsteiner Cox. Chemische Pflanzenschutzmittel werden beim Anbau nicht versprüht, stattdessen halten Nützlinge wie Florfliege, Ohrwurm und Marienkäfer Schädlinge im Zaum. Für sie wachsen unter den Bäumen Wildkräuter, und Nistkästen und Hecken locken zusätzlich Vögel an, die ebenfalls reichlich Insekten vertilgen. Für guten Boden sorgen Kompost und Grünschnitt. Bio-Obstbauern sorgen auf diese Weise nicht nur für beste Lebensmittel, sondern schonen dabei auch Boden, Wasser und Natur, egal bei welchem Wetter. Einen kleinen Aufpreis ist das sicher wert!

Welthandel ja bitte – aber gerecht!


Demo für Ernährungssouveränität u. fairer Welthandel

Neue Bundesregierung, bitte handeln – für einen fairen Welthandel! Stellvertretend für ein großes zivilgesellschaftliches Bündnis haben Anfang November im Bundespresseamt fünf Organisationen, darunter der BUND und Transparency International, ein Grundsatzpapier für einen fairen Welthandel vorgestellt. Adressat ist die neue Bundesregierung. Sie wird aufgefordert, ihre Handelspolitik an den Bedürfnissen von Mensch und Umwelt auszurichten und nicht an den Interessen von internationalen Konzernen.

Das Bündnis erinnert in dem Grundsatzpapier daran, dass Handel und Handelsliberalisierung keine Werte an sich seien, vielmehr müssten sie den Menschen dienen und ihre Lebensbedingungen verbessern. Handelsabkommen und die EU-Handelspolitik sollten zur einer nachhaltigen Weltordnung beitragen und sich insbesondere an den UN-Nachhaltigkeitszielen und dem Pariser Klimaschutzabkommen orientieren. Damit sich Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaftliche künftig gleichberechtigt an neuen Abkommen beteiligen können, sollten sämtliche Textvorschläge, Zwischenberichte und konsolidierte Texte öffentlich verfügbar sein.

Für die Bio-Lebensmittelwirtschaft erklärte Elke Röder vom Bundesverband Naturkost Naturwaren: „Landwirtschaft braucht stabile Ökosysteme. Gleichzeitig beansprucht sie diese Systeme aber deutlich stärker als andere Wirtschaftszweige. Um auch in Zukunft noch wirtschaften zu können, muss Handelspolitik daher zwingend eine ökologische und sozial nachhaltige Landwirtschaft stärken, anstatt Agrarfabriken zu begünstigen, die ihre Produktion zu Lasten von Klima, Boden und Wasser betreiben.“

Unbedingt vormerken: Wie jedes Jahr zur Internationalen Grünen Woche findet am 20. Januar 2018 in Berlin die Großdemonstration„Wir haben es satt!“ statt, dieses Mal unter dem Motto „Der Agrarindustrie die Stirn bieten!“. Zu den Forderungen zählen: weltweites Höfesterben stoppen, gesundes und gentechnikfreies Essen für alle, artgerechte Tierhaltung, Ernährungssouveränität und gerechter Welthandel, ein Stopp der Vertreibung von Kleinbäuerinnen und -bauern auf der ganzen Welt. Für eine ökologischere und bäuerliche Agrarwirtschaft!

Bio-Mensa kann auch cool sein


Mittagspause: Auf ans Bio-Buffet! - Foto (c) Fotlia

Auf Schulhöfen stehen Chips, Schokoriegel und Döner meist hoch im Kurs und die Mensa gilt als „uncool“. Um die Schülerinnen und Schüler zu locken, braucht es also einen guten Plan. Den hat das Kasseler Bio-Catering-Unternehmen biond – und wurde dafür jetzt mit dem Titel „GV-Manager des Jahres“ in der Kategorie Education ausgezeichnet. GV steht für Großverpflegung, das tägliche Geschäft der jungen Firma. Biond setzt erfolgreich auf ein Bio-Buffet-Angebot in den Schulen, mit vielen Zutaten aus der Region, frisch zubereitet an bis zu sieben verschiedenen Stationen, zum Beispiel an der Nudelbar, am Wok oder an der Salatbar. Die Kinder und Jugendliche haben täglich freie Auswahl und können je nach Hunger in mehreren Gängen zugreifen, ohne Voranmeldung. Das kommt gut an, hält fit für den Nachmittagsunterricht und prägt ein gesundes Ernährungsverhalten. Zusätzlich gibt es für die Schüler viele Möglichkeiten zur Beteiligung und Workshops zur Ernährung, damit sie die Vielfalt der Lebensmittel kennenlernen und erfahren, wie viel Mühe und Leidenschaft in der Erzeugung steckt.

 

Die Kosten sind oft die Hauptsorge, wenn Schulen und Kitas auf Bio setzen wollen. Mittlerweile haben Bio-Caterer wie biond aber viel Praxiswissen gesammelt, die den Einstieg in eine ökologische, regionale und saisonale Kost möglich machen. Bio wird günstiger, wenn man Lebensmittelabfälle vermeidet, Lebensmittel grundsätzlich komplett verarbeitet, zum Beispiel bei Gemüse die Strünke für Suppe und bei Fleisch die weniger beliebten Teile für Ragouts oder Hackfleisch, die Knochen für Brühe. Auch ein höherer Anteil von attraktiven vegetarischen Gerichten senkt Kosten.

Viele nützliche Informationen finden Eltern und andere Interessierte in der Broschüre„Bio-Verpflegung in Kindertagesstätten und Schulen“. Sie entstand im Rahmen der bundesweiten Kampagne„Bio kann jeder – nachhaltig essen in Kita und Schule“, finanziert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Hinter der Initiativesteht ein Expertennetz, das bundesweit auch Schulungen und Workshops anbietet.

Mit Isoglukose wird in der EU alles noch süßer


Auch für Zucker gilt: Die Dosis macht's! (c)Fotolia

Supermärkte bieten in allen Gängen Produkte mit hohem Zuckeranteil. Und es sind nicht nur Süßigkeiten, Gebäck und Softdrinks. Auch Frühstücks-Cerealien, Fruchtjoghurts, Marmeladen und sogar eingelegtes Gemüse und Gewürzgurken enthalten meist sehr viel Zucker. Nun könnte es sogar noch süßer werden: Am 1. Oktober 2017 war Schluss für die Quotenregelungen für europäischen Rübenzucker. Gleichzeitig wurden die Tore der EU weit geöffnet für Isoglukose, einen billig herzustellenden Zuckersirup aus Mais, Getreide oder Kartoffeln. Die EU-Kommission geht davon aus, dass die Industrie Haushaltszucker in Lebensmitteln mehr und mehr durch Isoglukose ersetzt. Zwar bestehen sowohl Isoglukose als auch Zucker aus Glukose und Fruktose, allerdings kann beim Sirup der Anteil der süßeren Fruktose bis zu 90 Prozent betragen, was aber nicht ausgewiesen werden muss.

Weil die gesundheitlichen Gefahren von zu viel Zucker, Salz und Fett mittlerweile unumstritten sind, will die Bundesregierung mit einer nationalen Reformulierungsstrategie die Gehalte in Lebensmitteln verringern und so eine gesündere Ernährungsweise fördern. Allerdings auf freiwilliger Basis für die Hersteller, daher kritisieren Verbände wie die Deutsche Diabetes Gesellschaft und Krankenkassen das als Einknicken vor der Lebensmittelindustrie. Die Biobranche befürchtet darüber hinaus eine Abkehr von naturnahen Produkten, indem die Strategie die Unternehmen dazu verleitet, Zusatzstoffe wie Zuckeraustauschstoffe vermehrt einzusetzen.

Wer im Bio-Fachgeschäft kauft, braucht sich hingegen keine Gedanken zur umstrittenen Isoglukose zu machen und findet auch für süße Momente naturbelassene Lebensmittel: Kekse mit Vollkornmehl und weniger Zucker, Fruchtschnitten und Energieriegel mit einem hohen Anteil an Trockenfrüchten und Nüssen, Kokos-Chips, Schokolade mit viel Kakao und Müsli ohne Zuckerzusatz mit getrockneten Früchten. Und natürlich Obst: Die Fruktose, die von Natur aus darin steckt, ist eingebunden in eine gesunde Mischung aus Ballaststoffen, Wasser, Vitaminen und anderen Nährstoffen.

Gut essen? Einfach machen!


Nicht so leicht, die richtige Wahl zu treffen/ (c)Fotolia

Müsli oder Schokoriegel? Pommes oder Linsensuppe? In der Theorie klingt gut essen einfach, aber im Alltag klappt es manchmal dann doch nicht. Zwar sind rund 90 Prozent der Menschen in Deutschland gut bis sehr gut über gesunde Ernährung informiert. Doch knapp jeder Dritte schafft es nicht, dieses Wissen auch umzusetzen. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Das Bundeszentrum für Ernährung hat daher einen Ideenaufruf gestartet: Wie gelingt es leichter, sich abwechslungsreich und gesund zu ernähren? Unter dem Motto „Vom Wissen zum Handeln: Gut essen einfach machen“ werden kreative Vorschläge gesammelt, die dabei helfen, alte Gewohnheiten zu verändern. Zur Inspiration und Motivation gibt es vier beispielhafte Projekte im Video, zum Beispiel „Abnehmen mit den Energie-Austauscherkarten“ und „Gemeinsamer Mittagstisch bei einem Startup“.

Einreichen können Sieerprobte kleine Anreize für den Alltag oder Projekte, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Neben Verbraucherinnen und Verbraucherin sind auch Lebensmittelhändler, Gastwirte und Bildungseinrichtungen aufgerufen. Einsendeschluss ist der 30. November 2017. Aus allen Einreichungen wählt eine Fachjury die innovativsten Vorschläge aus und lädt die Ideengeber zu einer Themenreise nach Berlin ein.

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